Willkommen beim MelkeraushilfSdienst
Der Melkeraushilfsdienst ist eine Selbsthilfeorganisation
milchviehhaltender Landwirte in Bayern. Vereinszweck ist, durch den Einsatz
von Aushilfsmelkern seinen Mitgliedsbetrieben bei Krankheit, Unfall,
Entbindung, Kuraufenthalt, Todesfall, sozialen Notfällen, Urlaub und in
besonderen Bedarfsfällen Arbeitshilfe zu leisten. Der Verein wird gefördert nach dem Bayerischen Agrarwirtschaftsgesetz (BayAgrarWiG).
Der eingesetzte Aushilfsmelker bleibt für die Dauer des
Einsatzes auf dem jeweiligen Betrieb. So kann die Milchviehherde des
Einsatzbetriebes im Bedarfsfall rund um die Uhr betreut werden. Für den
Melker müssen natürlich Kost und Logis gestellt werden.
Einsätze, die wegen Krankheit, Unfall usw. notwendig sind,
werden vom Melkeraushilfsdienst direkt mit den Landwirtschaftlichen
Sozialversicherungsträgern abgerechnet.
Der Melker ist nicht verpflichtet, außerhalb der
Stallarbeiten sonstige Arbeiten zu verrichten. Aus diesen Gründen ist der
Melkeraushilfsdienst vor allem für Betriebe mit größerem Viehbestand
interessant. Sie haben auf diese Weise eine gewisse Absicherung für Notfälle
und bei rechtzeitiger Anmeldung eine mögliche Urlaubsvertretung. Vor allem
die Urlaubsvertretung wird von vielen Betrieben nachgefragt, wobei sich hier
natürlich die Schulferien von der Planungsseite als problematisch erweisen.
In den letzten Jahren konnte aber auch der Anteil der Sozialeinsätze, die
über die LSV abgerechnet werden, deutlich gesteigert werden.
Wer Interesse an einer Mitgliedschaft hat, soll sich unter folgender
Adresse anmelden:
Melkeraushilfsdienst Bayern e. V.
z. H. Herrn Geschäftsführer Rupert Kaindl
Schmieding 1
84559 Kraiburg,
Tel. 0 86 38 / 71 99 10 (täglich zwischen 9:00 Uhr und 12:00 Uhr)
Fax 0 86 38 / 71 99 11
Sie können auch direkt per Website Kontakt mit uns aufnehmen!
Weitere
Informationen zu Gründung und Werdegang des MAHD
Die Gründungsversammlung des
Melkeraushilfsdienstes Bayern e.V. fand am 30. September 1969 statt. Bis zu
diesem Datum waren allerdings einige Vorarbeiten zu leisten.
Anton Grauvogel gab anlässlich einer
Melkerversammlung im Jahre 1968 den entscheidenden Denkanstoß zur Gründung
des Vereins. Der Arbeitgeberverband Landwirtschaft nahm diesen Gedanken dann
sofort auf und setzte sich mit dem Bayrischen Staatsministerium für
Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Verbindung. Auch hier erkannte man
die Entwicklung in der Landwirtschaft richtig.
Die 60er Jahre waren gekennzeichnet von
einem rasanten wirtschaftlichen Wachstum. Immer mehr landwirtschaftliche
Arbeitskräfte wanderten in die Industrie ab. Hinzu kam eine zunehmende
Technisierung auch in der Landwirtschaft und damit eine Spezialisierung der
Arbeitskräfte. Es wurde immer schwieriger, eine qualifizierte Aushilfe zu
finden, wenn der Landwirt, die Bäuerin oder in den Lohnbetrieben der
Melkermeister durch Krankheit oder Urlaub ausfiel.
Das Staatsministerium war sich darüber im
Klaren, wie schwierig es künftig sein würde, den Melker zu ersetzen. Einen
Ersatz zu finden war jedoch notwendig, um den hochwertigen Viehbestand zu
sichern. Das Ministerium beurteilte aus dieser Tatsache heraus das Vorhaben,
einen Aushilfsdienst zu gründen positiv und unterstützt seither den MAHD.
Die Vereinssatzung des MAHD basiert im
Übrigen auf einer Satzung eines ähnlichen Vereins in Niedersachsen. Herr
Strauß vom Arbeitgeberverband hatte sich damals in Braunschweig über die
dortige Einrichtung informiert, um bei der Gründung des bayrischen
Aushilfsdienstes deren Erfahrungen mit einbringen zu können.
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